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Antonios Welt

02/07/2007 GMT 1

Antonio Cascais berichtet:

antoniocascais @ 16:22

Thema: Diese Welt ist meine Welt - freier Journalist in Deutschland und Europa

Mein Einstieg in den Beruf des "Freien Journalisten"

Ich heiße Antonio Cascais und pendle als freier Journalist zwischen Köln, Brüssel, Lissabon und anderen (zumeist europäischen) Orten. Wie ihr meinem Namen entnehmen könnt, bin ich kein richtiger Deutscher. Ich bin 1972 - als siebenjähriger - aus Portugal nach Dortmund gezogen (worden).

Mit 20 machte ich das Abitur, wusste aber schon mit 11 oder 12, was ich später beruflich machen wollte: Ich wollte Journalist werden. Ich wollte die Welt sehen - nicht nur die weite Welte, sondern auch meine unmittelbare Umwelt - und ich wollte meine Umwelt beschreiben. Ich wollte die Welt verändern. Und ich wollte es nicht mit Gewalt tun, sondern mit Worten, mit Argumenten, die ich irgendwo - ich wusste damals noch nicht so richtig wo - veröffentlichen wollte.

Persönlicher Werdegang

Als Schüler hörte ich gebannt Radio, vor allem die aktuellen Informationsbeiträge für das Morgen- oder Mittagsmagazin des Westdeutschen Rundfunks faszinierten mich damals. Was mich am meisten faszinierte, waren die Berichte aus fernen Städten und Ländern, aus dem Ausland; Reportagen, die Journalisten aus New York oder Moskau, aus Nairobi oder Amman dem WDR nach Köln übermittelten.

"Das war Marcel Pott aus Amman über den arabisch-israelischen Konflikt. Danke Schön aus Köln", sagte eine coole Moderatorinnenstimme... Was diese Leute damals sagten wurde gehört, es zählte, es war unheimlich wichtig... Ich wusste: Ich wollte eines Tages auch ein wenig mitmischen, mich einmischen, viel reisen, mit Leuten reden, nachdenken und meine Gedanken der Menschheit mitteilen.

Mit 18 fing ich an, für die Ruhrnachrichten - die auflagenstärkste Tageszeitung in Dortmund - zu arbeiten. Meine ersten Arbeiten: Kurze, manchmal nur zwei Zeilen umfassende Meldungen (die sogenannten 'was und wo's'), Veranstaltungshinweise, die in der Stadtteilbeilage Dortmund-Nordost erschienen. Nach einiger Zeit durfte ich dann die ersten eigenen kleinen Reportagen erstellen. Ich erinnere mich ganz genau an die Themen: Einweihung eines neuen Chemieraums in einem Gymnasium in Dortmund-Asseln; Schützenfest in Dortmund-Brackel; Porträt eines Ehrenpräsidenten des sauerländischen Gebirgsvereins aus Dortmund-Hörde... Ich war verdammt aufgeregt, wenn ich mit meinem Auto zu den Terminen fuhr und mich vor Ort mit dem Fotografen der Ruhrnachrichten traf und dann von dem Gastgeber der Veranstaltung begrüßt wurde. In solchen Momenten kam ich mir unheimlich wichtig vor und war sehr stolz auf mich. Noch stolzer wurde ich wenn meine kleinen 30- oder 60-Zeilen-Geschichten abgedruckt in der Stadtteil-Zeitung erschienen, manchmal sogar mit meinem Namen, auch wenn ich dafür nur zwischen 40 und 60 Pfennig pro Zeile bekam...

(FORTSETZUNG FOLGT...)

http://www.antoniocascais.net

http://www.a-rede.net

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