Antonio Cascais berichtet:
Thema: Diese Welt ist meine Welt - freier Journalist in Deutschland und Europa
Fortsetzung: Mein Einstieg in den Beruf des "Freien Journalisten" (Teil II)
Der Öffentlich-Rechtliche Runkfunk: In den 80er Jahren hinterfragte niemand das deutsche Mediensystem
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk – in den frühen 80er Jahren gab es in Nordrhein-Westfalen noch keine privaten Hörfunk- oder Fernsehsender – war für mich etwas Erstrebenswertes, etwas, wo ich hinwollte. Ich wohnte damals in Dortmund und so war das WDR-Landesstudio Dortmund für mich eine scheinbar unüberwindbare Festung, in die man kaum hineingelangen konnte. Zumindest war das mein Eindruck, wenn ich an dem Gebäude vorbeifuhr: Das Pförtnerhäuschen, die Schranken, all die wichtigen Frauen und Männer, die da ein und aus gingen…
Meine Frage damals: Wie wird man Journalist?
Mit den damaligen Journalisten der Zeitung Ruhrnachrichten, wo ich damals noch als Schüler arbeitete, sprach ich über meinen Wunsch, den Beruf des Journalisten zu ergreifen. Diese Journalisten waren alle offensichtlich in den Beruf „reingerutscht“. Die meisten hatten nicht studiert, viele noch nicht einmal das Abitur. Sie hatten nach der Schule irgendwo in einem Verlag angefangen als Volontäre, sich dann hochgearbeitet zum Redakteur. Der damalige Lokalchef der Ruhrnachrichten – Harry Haffert, hieß er – sagte mir, ich müsste etwas anständiges studieren: Germanistik, Politik, Geschichte oder eine andere Geisteswissenschaft, Ich sollte parallel möglichst intensiv im Lokalen arbeiten, meine eigenen Geschichten recherchieren und aufschreiben. Die Reaktion „Auslandsberichterstattung“ sei nichts für junge Leute. Da würde im Prinzip nur das abgeschrieben, was von den Agenturen den Redaktionen geliefert würde. Richtig unterwegs – dort, wo etwas los ist, seien nur die wenigsten Journalisten. Wenn man also Journalist werden wollte, dann sollte man ein wissenschaftliches Studium absolvieren, nebenbei in der Lokal- oder Stadtteilredaktion einer Tageszeitung arbeiten, und nach dem Studium ein Volontariat machen.
Von einem Journalistik-Studium, wie er an der Universität Dortmund angeboten wurde, riet er mir ab: Journalismus könne man nicht an der Universität lernen, entweder man sei als Journalist geboren oder nicht. Zwei, drei Jahre später begegnete ich Harry Haffert wieder: Am Institut für Journalistik der Universität Dortmund: Er war inzwischen als Gastdozent angeworben worden, einer der zahlreichen Männer und Frauen aus der so genannten journalistischen Praxis, die an der Uni Seminare für angehende Journalisten abhielten. Ich hatte inzwischen – unmittelbar nach dem Abitur – das Studium der Journalistik in Dortmund aufgenommen.
(FORTSETZUNG FOLGT...)

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Hallo Antonio!
Schön dass Dir mein Filmchen gefallen hat und danke fürs Komment.
Es gibt schon einen weiteren Kurzfilm über einen Maler. :-)
Mit Journalismus kenne ich mich leider überhaupt nicht aus, da ich Bildkünstler bin.
Ich habe Deine Webseite besucht und mir die Filmreportagen angesehen.
War echt interessant und hat mir gut gefallen.
Es würde mich sehr freuen wieder etwas von Dir zu sehen.
Schöne Grüsse
Lakschmi
Lakschmi | 2007-07-06 - 22:03:41 GMT 1 #